U7 des Knuffelhasen

U7 des Knuffelhasen

Die U7 Kinderuntersuchung wird zwischen dem 21. und 24. Lebensmonat durchgeführt. Da der Knuffelhase in ein paar Wochen zwei Jahre alt wird, war heute genau der richtige Zeitpunkt dafür.

 

Um 9 Uhr sollten wir beim Kinderarzt sein. Unser Kinderarzt ist knapp 20 Kilometer entfernt und ich befürchtete Berufsverkehr, deshalb machen wir uns bereits um 8 Uhr mit dem Auto auf den Weg.

Überraschenderweise kamen wir gut durch die Stadt und waren kurz nach 8:30 Uhr in der Praxis.

 

Der Knuffelhase hatte gute Laune und war auch bis auf einen kleinen Schnupfen fit, so dass ich gute Hoffnung hatte die Untersuchung reibungslos und zügig hinter uns zu bringen.

Leider hatte ich meinen Rechnung ohne das gute Gedächtnis unseres Kleinsten gemacht. Als ich die Tür öffnete, verschwand das strahlende Lächeln aus seinem Gesicht, er drehte sich auf dem Absatz um und versuchte laut weinend die Tür wieder zu öffnen. Als er merkte, dass das nicht klappte, streckte er die Arme nach oben und schrie: „Arm, Arm“. Scheinbar hatten die Impfungen bei den letzten Terminen ihre Spuren hinterlassen.

Ich erklärte ihm ruhig, dass ich ihn mit der Tasche und den Unterlagen im Arm nicht hochnehmen könnte und er heute nichts böses zu erwarten hat.

 

Weiterhin weinend bugsiere ich ihn in Richtung des Anmeldetresens. Die Praxis war noch ziemlich leer und ich durfte zum Ausfüllen des Fragebogens mit dem Knuffelhasen ins Wartezimmer. Die Spielsachen dort kennt er und er beruhigte sich augenblicklich. Er schob ein Auto hin und her und rutsche auf der kleinen Rutsche, während ich gewissenhaft alle Fragen beantwortete. Ich war noch nicht ganz fertig mit den Fragen als wir ins Behandlungszimmer gerufen wurden.

 

Dieses Mal konnte ich den kleinen Mann auf den Arm nehmen. Er war leicht panisch und begann wieder zu weinen. Ich legte die Sachen ab und die Ärztin ging auf Abstand, damit ich ihn in Ruhe ausziehen konnte. Nur noch mit Windel bekleidet nahm ich ihn wieder auf den Arm. Die Ärztin versuchte ihn ruhig und gewohnt freundlich zu begrüßen, wobei der Knuffelhase nur seinen Kopf in meiner Schulter begrub. So aneinander gekuschelt wurden seine Augen und Ohren untersucht und auch der Brustkorb abgehört. Die Ärztin machte das wirklich sehr feinfühlig und langsam beruhigte sich der Knuffelhase.

Für das Abtasten und das Testen der Reflexe musste er auf die Liege. Das gefiel ihm natürlich gar nicht, aber er beruhigte sich schnell und die Ärztin verabschiedete sich mit den Worten „körperlich alles in bester Ordnung“ von uns.

 

Anschließend durfte der Knuffelhase auf die Waage und wurde vermessen. Wie immer ist er ziemlich klein und leicht für sein Alter, aber die Werte bleiben konstant auf der Perzentile und geben keinen Grund zur Sorge.

 

Die Schwester begann dann mit dem spaßigen Teil der Untersuchung. Der mittlerweile wieder angezogene Knuffelhase durfte Bausteine in einen Steckwürfel einsortieren. Ich war etwas aufgeregt, weil er das zuhause noch nie gemacht hat. Wir haben zwar einige dieser Spielzeuge, aber fast alle Sortierbausteine sind irgendwo verschwunden. Zu meiner Überraschung lies er sich nicht lange bitte und sortierte alle Steine nach ein bisschen probieren ohne Hilfe richtig ein.

Die Schwester musste zwischendurch nochmal ans Telefon und ich fragte den Knuffelhasen, ob er das Spiel nochmal machen wollte. Er antwortete nur sehr energisch: „Nein.“ und ich unterließ weitere Fragen.

Anschließend durfte er sich mit der Schwester ein Buch anschauen. Direkt auf der ersten Seite gab es einen Traktor und damit hatte die Schwester endgültig sein Herz erobert. Er erzählte ihr alles was sie wissen wollte und sie war sehr beeindruckt, wie viele Dinge er bereits erkennen und teilweise benennen konnte. Auch das anschließende Finden eines Sterns auf einer schwarz-weiß bedruckten Karte fiel ihm leicht.

Als letzte Übung sollte er kleine Böhnchen von einer Schale in eine kleines Gläschen sortieren. Dabei wurde sowohl die Fingerfertigkeit der rechten als auch der linken Hand getestet. Unser kleiner Rosinenpicker hatte auch damit keine Problem. Damit war die Untersuchung abgeschlossen. Wir bekamen einen netten Eintrag ins U-Heft und durften uns auf den Weg machen.

 

Nach dem etwas holprigen Start in die Untersuchung bin ich sehr froh, dass der Knuffelhase am Ende doch so toll mitgemacht hat und sogar Spaß an den Tests hatte. Ich hoffe, dass er im nächsten Jahr zu U7a erst gar keine Angst hat und wenn doch, dass er sie genauso schnell überwindet wie in diesem Jahr.

 

Wie ist das bei euch: Haben eure Kinder Angst vorm Kinderarzt oder gehen sie ganz cool mit der ungewohnten Situation um?

 

U7 beim Kinderarzt - Wann findet sie statt und was wird bei der Kinderuntersuchung getestet #Kind #Kinderarzt #U7



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